Wirtschaftsdaten

Die Kennzahlen der legalen Spielbanken in Deutschland für 2015 lauten wie folgt (Veränderung gegenüber 2014 in Klammern):

  • Bruttospielertrag (BSE): 556 Mio. Euro  (+ 9,5 %)
  • davon Klassisches Spiel: 156 Mio. Euro  (+ 13,3 %)
  • davon Automatenspiel: 399 Mio. Euro  (+ 8,0 %)
  • Tronc: 85 Mio. Euro  (+ 4,8 %)
  • Besuche: 5,6 Mio  (+ 0,7 %)

Die Kennzahlen sind gegenüber dem Vorjahr (2014) leicht gestiegen; der seit 2008 verzeichnete Rückgang ist gestoppt. Die Kennzahlen waren von 2007 bis 2014 erheblich zurückgegangen (BSE: – 45 %; Tronc: – 43 %; Besuche: – 37 %). Dies war maßgeblich verursacht durch die seit 2008 geltende Glücksspielregulierung, der kein umfassendes Verbraucherschutzkonzept zugrundeliegt. Wäre die Glücksspielregulierung am Verbraucherschutz ausgerichtet, könnten die Spielbanken ihre Angebote an die veränderte Nachfrage der Verbraucher anpassen.

Die Spielbanken in Deutschland sind nach Mitarbeiterzahl und Umsatz mittelständische Unternehmen. In Deutschland bestehen 18 staatlich konzessionierte Spielbankunternehmen mit ca. 5.000 Mitarbeitern an 66 Standorten. Hinzu kommen noch die zahlreichen Mitarbeiter der gastronomischen Nebenbetriebe.

Kerngeschäft der Spielbanken ist das Veranstalten von international üblichen Casinospielen, also das Klassische Spiel und das Automatenspiel. Hierfür stehen den Gästen in Deutschland an 66 Standorten ca. 550 Spieltische mit Klassischem Spiel (z. B. Roulette, Poker, Black Jack, Baccara) und ca. 7.500 Glücksspielautomaten zur Verfügung.

Pro Besucher wurden 2015 durchschnittlich 99 Euro Bruttospielertrag und 15 Euro Tronc erzielt. Rund zwei Drittel der Besucher sind Stammgäste, die sechsmal oder öfter im Jahr ihre Spielbank besuchen.

Im Vorjahr 2014 haben die Spielbanken Steuern in Höhe von 254 Mio. Euro erwirtschaftet und  an die Bundesländer gezahlt. Dieser Betrag übersteigt die durch Glücksspiele der Spielbanken verursachten sozialen Kosten um ein Mehrfaches.

 

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