Wirtschaftsdaten

Die privaten Spielbanken in Deutschland sind gemessen an der Zahl ihrer Mitarbeiter mittelständisch geprägt. In Deutschland bestehen 11 staatlich konzessionierte Spielbankunternehmen in privater Trägerschaft, die 2.100 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Anteil am Bruttospielertrag aller deutschen Spielbanken beträgt 42,3 %. Der Anteil am Tronc-Aufkommen aller deutschen Spielbanken beträgt 49,3 % und ist damit überdurchschnittlich hoch. Hier kommt die ausgeprägte Serviceorientierung der privaten Spielbanken zum Ausdruck.

Die privaten Spielbanken bieten die international üblichen Glücksspiele an 34 Spielbankstandorten an. Den Gästen stehen dort ca. 4.000 Glücksspielautomaten zur Verfügung. An 24 Standorten wird das Klassische Spiel (z. B. Roulette, Poker, Black Jack, Baccara) an über 200 Spieltischen angeboten.

Auf dieser Basis haben die privaten Spielbanken Steuern in Höhe von über 140 Mio. Euro erwirtschaftet und an den Fiskus gezahlt.

Pro Besucher wurden durchschnittlich 87 Euro Bruttospielertrag und 18 Euro Tronc erzielt.

(Alle Angaben mit Stand vom 31.12.2010)

Die Kennzahlen haben sich seit 2007 wie folgt entwickelt:

Bruttospielertrag (BSE):

Bruttospielertrag Veränderung
2007 404 Mio. Euro
2010 236 Mio. Euro – 41,7 %

Der Rückgang des BSE ist im Automatenspiel mit 45,3 % deutlich größer als im Klassischen Spiel mit 28,8 %. Dies liegt an der 2008 eingeführten Ausweiskontrolle im Automatenspiel, die keine Entsprechung in den gewerblichen Spielhallen findet. Im Klassischen Spiel erklärt sich der Rückgang vor allem durch die Werbebeschränkungen und das weitgehende Internetverbot.

Tronc:

Tronc Veränderung
2007 66 Mio. Euro
2010 49 Mio. Euro – 25,3 %

Der Rückgang des Tronc entspricht dem Rückgang des BSE im Klassischen Spiel.
Der Tronc wird aus den Trinkgeldern der Gäste gebildet. Das spieltechnische Personal der Spielbanken darf Trinkgelder der Gäste nicht persönlich annehmen. Deshalb werden die Trinkgelder in den Tronc gegeben, der von der konzessionierten Spielbank verwaltet und für das Personal verwendet wird.

Besucher:

Gäste Veränderung
2007 3,6 Mio.
2010 2,7 Mio. – 26,7 %

60 bis 80 % der Besucher sind Stammgäste, die sechsmal oder öfter im Jahr die Spielbank besuchen.

Auffällig ist der starke Rückgang der Kennzahlen seit Anfang 2008. Am 01.01.2008 ist der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten, der den Spielbanken – im Gegensatz zu anderen Glücksspielanbietern – unter anderem lückenlose Zutrittskontrollen mit Ausweispflicht, erhebliche Werbebeschränkungen und ein weitgehendes Internetverbot auferlegt. Außerdem sind Anfang 2008 in vielen Bundesländern die Nichtraucherschutzgesetze in Kraft getreten.

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Datum: Mittwoch, 23. Februar 2011 9:42
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